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Drucker sind IT-Geräte – und brauchen Schutz
Drucker und Multifunktionsgeräte werden in der IT-Sicherheit häufig unterschätzt. Dabei sind moderne Geräte längst kleine Netzwerkcomputer: Sie speichern Dokumente, kommunizieren mit Servern und Cloud-Diensten und verfügen über Benutzerkonten, Weboberflächen und eigene Firmware. Ein kompromittierter Drucker kann daher zum Einstiegspunkt in das Unternehmensnetzwerk werden.
So machen Sie Drucker sicherer
1. Standardpasswörter ändern
Werkseitige Zugangsdaten sollten sofort geändert und durch starke, individuelle Passwörter ersetzt werden. Nicht benötigte Benutzerkonten und Dienste sollten deaktiviert werden.
2. Firmware aktuell halten
Regelmäßige Sicherheitsupdates schließen bekannte Schwachstellen. Ein zentrales Drucker- und Firmware-Verzeichnis hilft dabei, veraltete Geräte schnell zu erkennen.
3. Netzwerkzugriff begrenzen
Drucker sollten nur die Netzwerkverbindungen erhalten, die tatsächlich benötigt werden. Eine Segmentierung, beispielsweise über ein eigenes Drucker-VLAN, kann verhindern, dass ein kompromittiertes Gerät auf kritische Systeme zugreift.
4. Kommunikation verschlüsseln
Administrationsoberflächen sollten ausschließlich über HTTPS erreichbar sein. Sichere Druckprotokolle und Verschlüsselung sollten genutzt, unsichere und veraltete Protokolle deaktiviert werden.
5. MFA für Zugänge einsetzen
Administrations- und Managementzugänge sollten nach Möglichkeit durch Multi-Faktor-Authentifizierung geschützt werden. Lösungen wie Cisco Duo bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene – selbst wenn ein Passwort kompromittiert wurde.
6. Gespeicherte Dokumente schützen
Viele Multifunktionsgeräte speichern Druckaufträge, Scans oder Dokumente intern. Deshalb sollten Verschlüsselung, Speicherfristen und automatische Löschung geprüft werden. Vor der Außerbetriebnahme muss der Gerätespeicher sicher gelöscht werden.
7. Druckaufträge schützen
Secure Print bzw. Follow-Me-Printing verhindert, dass vertrauliche Dokumente unbeaufsichtigt im Ausgabefach liegen. Die Ausgabe erfolgt erst nach Authentifizierung, beispielsweise per PIN oder Chipkarte.
8. Überwachen und protokollieren
Drucker sollten, soweit möglich, in das bestehende Monitoring eingebunden werden. Auffällige Anmeldeversuche, Konfigurationsänderungen oder ungewöhnliche Netzwerkverbindungen können so frühzeitig erkannt werden.
Drucker gehören in die IT-Sicherheitsstrategie
Ein Drucker ist heute kein reines Peripheriegerät mehr, sondern ein vernetztes IT-System.
Die Kombination aus aktueller Firmware, sicheren Zugangsdaten, Netzwerksegmentierung, Verschlüsselung, MFA – beispielsweise mit Cisco Duo – und einem sicheren Umgang mit gespeicherten Dokumenten reduziert die Angriffsfläche erheblich.
Schützen Sie Ihre Drucker genauso konsequent wie Ihre übrige IT – wir unterstützen Sie dabei, Sicherheitslücken zu schließen, sensible Daten zu schützen und Ihre Druckinfrastruktur nachhaltig abzusichern.